25 Jahre Europa ohne Grenzen
Schengen-Abkommen

Werner Hoyer nahm als Vertreter der Bundesregierung teil 13. Juni 2010 - Hunderte Gäste feierten am Sonntag im luxemburgischen Schengen bei einem Festakt das 25-jährige Jubiläum des Schengener Übereinkommens. Rund 300 Gäste aus verschiedenen EU-Ländern waren in den kleinen Moselort gekommen, in dem am 14. Juni 1985 Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande den schrittweisen Abbau der Grenzkontrollen vereinbarten. Die Bundesregierung war durch Staatsminister Dr. Werner Hoyer vertreten.
"Schengen ist ein wichtiges Kapitel europäischer Geschichte. Ähnlich wie der Euro hat das Schengener Übereinkommen das Leben der Unionsbürger nicht nur vereinfacht, es hat ihnen auch die europäische Integration spürbar näher gebracht", kommentierte Staatsminister Hoyer den Festakt.
Bei der Feier, an der auch Kommissionspräsident Barroso und der EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek teilnahmen, wurde auch das neue "Europäische Museum Schengen" eröffnet. "Es ist das erste Museum, das eine der großen Errungenschaften beim Bau Europas zum Thema macht", sagte der Gastgeber der Feier, Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. Schengen sei in den vergangenen Jahren zu einem "wahren historischen Ort" geworden, der unzählige Touristen aus aller Welt anziehe.


Denkmal zur Unterzeichnung des Schengener Abkommens an der Anlegestelle in Schengen Das inzwischen rund um den Globus bekannte 500-Einwohner-Dorf wurde damals für die Vertragsunterzeichnung ausgewählt, weil es im Dreiländereck liegt, wo Luxemburg, Deutschland und Frankreich aufeinanderstoßen. An Bord des Fahrgastschiffes «Princesse Marie-Astrid», das nur wenige Meter vom Festzelt vor Anker ging, war die historische Unterschrift von Vertretern der fünf Regierungen geleistet worden.
Und so wurde die Feier mit einem Abendessen unter dem Beisein von rund 100 Ehrengästen bei einer Fahrt auf der Mosel an Bord der «Princesse Marie-Astrid» begangen, einem gleichnamigen Nachfolger jenes Bootes, auf dem das Schengener Übereinkommen unterzeichnet worden war.