FDP: Dr. Werner Hoyer MdB - Staatsminister im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordneter aus Köln - Köln-Archiv

Beeindruckender Auftritt im Kulturausschuss



Für Köln im Deutschen Bundestag: Dr. Werner Hoyer
13. Mai 2009 - Die Direktorin des Kölner Stadtarchivs, Dr. Bettina Schmidt-Czaia, sowie der Kulturdezernent der Stadt Köln, Prof. Georg Quander, haben am heutigen Mittwoch mit einem bemerkenswerten Auftritt im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages für mehr Engagement des Bundes bei der Bergung und Restaurierung der beim Einsturz des Stadtarchivs verlorengegangenen Archivalien geworben. "Die Ausführungen haben auch den nicht aus Köln stammenden Abgeordneten auf beeindruckende Art und Weise verdeutlicht, dass es sich beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs um eine nationale Katastrophe handelt", erklärte Werner Hoyer, der extra für diese Sitzung in den Kulturausschuss gekommen war. "Deshalb steht ungeachtet möglicher formaler Zuständigkeiten auch der Bund bei Bergung, Sicherung und Restaurierung des Archivguts in der Verantwortung."

>> Pressemitteilung von Dr. Werner Hoyer zum Thema (vom 13.05.2009)

Inzwischen ist klar, dass vom Archivmaterial zwar nicht alles verloren, aber fast alles beschädigt ist. Die Politik könne hierfür nicht allein die nötigen Gelder aufbringen, auch die Zivilgesellschaft müsse Flagge zeigen. "Die Stadt Köln als Träger wäre gut beraten, die Gründung einer Stiftung oder eines Fonds zur weiteren Akquirierung von Hilfsgeldern voranzutreiben", befand der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion. "Die durch das Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellten Hilfszahlungen von 300.000 Euro sind bemerkenswert, jedoch lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei einem Schaden von geschätzten 530 Mio. Euro - sofern man für die Restaurierung des Bestands 2,- Euro pro Blatt ansetzt - kann es nicht allein in den Händen der Stadt Köln liegen, diese enorme Aufgabe zu stemmen."


(c) Kölner Stadtanzeiger vom 15.05.2009
Selbst wenn laut Grundgesetz die Zuständigkeit für Kunst und Kultur bei den Ländern liegt, sieht die Bundesregierung nach eigenem Bekunden ihre Aufgaben bei der Kulturförderung insbesondere "in der Bewahrung und im Schutz des kulturellen Erbes" unserer Nation. "Dass zur Bewahrung des kulturellen Erbes ebenfalls gehört, die Wiederherstellung der im Kölner Stadtarchiv eingelagerten Kulturgüter durch finanzielle Zuwendungen zu unterstützen, liegt nahe", erklärte der Kölner Bundestagsabgeordnete. "Die Bundesregierung sollte jede Option zur Bereitstellung von Finanzmitteln gründlich prüfen, da ansonsten das 'kollektive Gedächtnis' unserer Nation, das durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs bereits irreparable Lücken aufweist, einen weiteren unverantwortlichen Verlust wird hinnehmen müssen."


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