FDP: Dr. Werner Hoyer MdB - Staatsminister im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordneter aus Köln - Köln-Archiv

Bund muss bei der Rettung des Archivguts helfen

04. März 2009 - Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs zeigte sich Werner Hoyer betroffen sowohl von der menschlichen als auch der historischen Tragödie. "Der Verlust der im Stadtarchiv gelagerten Dokumente ist von nationaler und europäischer Dimension", erklärte der Kölner Bundestagsabgeordente. "Es droht eine Katastrophe nationalen Ausmaßes, allenfalls vergleichbar mit dem Brand der Weimarer Anna Amalia-Bibliothek."

>> ''Auch Bund und Land sollen helfen'' - Artikel in der Kölnischen Rundschau (vom 05.03.2009)


Die Unglücksstelle in der Severinsstraße, (c) Stadt Köln
Zu den Kölner Beständen gehören nicht nur Dokumente aus tausend Jahren Stadt- und Regionalgeschichte. Das Stadtarchiv ist als eines der zentralen Archive zur Geschichte der deutschen Hanse und aufgrund der Nachlässe von Böll, Wallraf, Offenbach, Reichskanzler Marx und vielen anderen von nationaler Bedeutung für die historische Forschung. Unter den Trümmern des Stadtarchivs liegt jetzt ein wesentlicher Teil deutschen und europäischen Kulturguts begraben. Ein Totalverlust der Bestände und damit der Erinnerungen aus mehreren Jahrhunderten wäre für die historische Forschung eine unermessliche Katastrophe.

 >> Pressemitteilung zum Download (vom 04.03.2009)

"Ich sehe deshalb auch den Bund in der Verantwortung, sich schon frühzeitig an der Sicherung und teilweise hoffentlich möglichen Wiederherstellung des Archivguts zu beteiligen", forderte Hoyer. "Der Bundesinnenminister und der Kulturstaatsminister im Kanzleramt sind aufgerufen, durch die unverzügliche Nutzung der für Kultur bestimmten Mittel des Konjunkturpaketes II die notwendigen Hilfen bereit zu stellen."

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