CSU-Generalsekretär Dobrindt verliert jedes Maß
Türkei07. Januar 2010 - Nach Ansicht von Werner Hoyer, Mitglied des FDP-Bundesvorstands, hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt mit seinen jüngsten Äußerungen zur Türkei-Reise von Außenminster Guido Westerwelle "das Maß des Erträglichen deutlich überschritten." CSU-Chef Horst Seehofer müsse seine Mannschaft endlich zur Ordnung rufen, fordert Hoyer.
Auf seiner Profilsuche hatte der CSU-Generalsekretär den Bundesaußenminister davor gewarnt, bei dessen Türkei-Besuch Versprechungen bezüglich eines EU-Beitritts zu machen.
Für Werner Hoyer, Staatsminister im Auswärtigen Amt, ist das Maß jetzt voll. "Die Profilierungsversuche einiger CSU-Politiker auf Kosten der Koalition in Berlin, die erstens in der Sache völlig absurd sind, zweitens ehrenrührig sind und drittens in der Sache auch noch im klaren Widerspruch zum Koalitionsvertrag stehen, müssen aufhören", stellt Hoyer klar. Es sei an der Zeit, dass CSU-Chef Seehofer "seiner Mannschaft klar macht, was gegenüber Koalitionspartnern geht und was nicht."
Hoyer verweist darauf, dass sich FDP und ihre Regierungsmitglieder auch in der Frage eines möglichen EU-Beitritts der Türkei "auf Punkt und Komma" an den Koalitionsvertrag halten werden. Das Gleiche müsse man auch von den anderen Koalitionspartnern erwarten können.





