Dr. Werner Hoyer - Präsident der Europäischen Investitionsbank Berlin-Archiv

Den Terror bekämpfen, aber von 9/11 emanzipieren


11. September 2009 - Am 11. September 2001 erschütterten die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon die ganze Welt. Der darauffolgende Anti-Terror-Kampf sei notwendig gewesen, urteilt FDP-Außenexperte Werner Hoyer. Dennoch sei es an der Zeit, "dass wir uns von diesem Datum als Dreh- und Angelpunkt der internationalen Politik emanzipieren."

Über 3000 Menschen starben bei den Anschlägen vom 11. September 2001. Terroristen hatten amerikanische Flugzeuge gekapert und in die Türme des World Trade Centers sowie auf das Pentagon gelenkt.

Auch heute bleibe 9/11 "tief eingegraben in das kollektive Gedächtnis der westlichen Welt, deren freiheitliches und demokratisches Lebensmodell Ziel dieser brutalen Anschläge gewesen ist", so Hoyer. Dennoch fokussiere sich die westliche Außenpolitik zu sehr auf dieses Datum und übersehe dadurch andere Aufgaben im Zuge Globalisierung. So sei unter anderem eine Reform der Vereinten Nationen dringend notwendig, wie auch eine Anpassung der globalen Wirtschafts- und Finanzordnung oder die Bekämpfung von Armut und Krankheiten.

"Die neue US-Administration unter Präsident Obama hat gezeigt, dass sie in den internationalen Beziehungen zu einem Politikwechsel willens ist", erklärt Hoyer. "Sie verdient die Unterstützung der gesamten westlichen Welt."


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