Dr. Werner Hoyer - Präsident der Europäischen Investitionsbank Berlin-Archiv

''Die Menschen wollen Lösungen beim Klimawandel''

Global Media Forum der Deutschen Welle

Werner Hoyer bei seiner Eröffnungsrede
Werner Hoyer bei seiner Eröffnungsrede
21. Juni 2010 - Die Klimaschützer sind sich einig: Die Menschheit muss auf Öl und Gas verzichten - und zwar schnell. Aus diesem Grund ließ auch der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, jede diplomatische Zurückhaltung missen: "Die Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen war eine große Enttäuschung", sagte er bei der Eröffnung des Global Media Forums der Deutschen Welle am Montag in Bonn. Angesichts der dramatischen Klimaveränderungen sei die Existenz der Menschheit in Gefahr. Klimapolitik sei nicht nur ein Themenfeld für Umweltpolitiker - angesichts der Bedrohung sei es Chefsache, also Sache der Staats- und Regierungschefs.

In seiner Eröffnungsrede dankte Werner Hoyer dem scheidenden Generalsekretär des UNFCCC, Yvo de Boer, für seinen "Footprint", den er während seiner vierjährigen Tätigkeit an der Spitze des Weltklimarats hinterlassen habe. Hoyer sagte, die Herausforderungen des Klimawandels müssten grenzüberschreitend und interdisziplinär angenommen werden. Umweltpolitik sei heute zugleich Außen- und Sicherheitspolitik.

Dr. Werner Hoyer, Yvo de Boer, Jürgen Nimptsch (Bonner Oberbürgermeister), Erik Bettermann (Intendant Deutsche Welle), Felix Finkbeiner, Hermann Scheer, Bertrand Piccard
Dr. Werner Hoyer, Yvo de Boer, Jürgen Nimptsch (Bonner Oberbürgermeister), Erik Bettermann (Intendant Deutsche Welle), Felix Finkbeiner, Hermann Scheer, Bertrand Piccard
Die Umweltministerkonferenz Anfang Mai auf dem Petersberg bei Bonn habe in mehreren Ländern konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz zur Folge gehabt. Hoyer betonte, ein stabiles Klima sei "essenziell für die Wirtschaft". Der Staatsminister rief die Journalisten auf, verstärkt über die Risiken und Chancen des Klimawandels zu berichten. Hoyer: "Freie Medien sind dafür unverzichtbar." In diesem Zusammenhang seien Fortbildungsmaßnahmen für Journalisten wichtig, wie sie beispielsweise die Akademie der Deutschen Welle Partnern in vielen Ländern anbiete.

An der dritten Auflage des Deutsche Welle Global Media Forum nehmen rund 1500 Teilnehmer aus 95 Ländern teil. Mitveranstalter ist die Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn. Unterstützt wird die Konferenz zudem vom Auswärtigen Amt, dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der Stadt Bonn, DHL, KSB Aktiengesellschaft und Faber-Castell.


Portal Liberal | FDP-Bundespartei | FDP-Bundestagsfraktion | my.fdp