NATO-Generalsekretär weist den Weg im Umgang mit Russland
NATO06. April 2010 - In der Vorosterwoche nahm Staatsminister Dr. Werner Hoyer an der jährlichen Tagung des hochkarätig besetzten "Brussels Forum" in der belgischen Hauptstadt und Sitz des NATO-Hauptquartiers Brüssel teil. Nach der Rede des Generalsekretärs der Nordatlantischen Allianz, Anders Fogh Rasmussen, zeigte sich Hoyer erfreut über die Aussagen des Dänen bezüglich des künftigen Verhältnisses zwischen der NATO und Russland.


Hoyer im Gespräch mit Anders Fogh Rasmussen "Mit seiner Forderung, Russland unter das Dach eines euro-atlantischen Raketenabwehrsystems zu nehmen, zeigt der NATO-Generalsekretär einen vielversprechenden Weg im Verhältnis der Allianz zu Russland auf", erklärte Hoyer. "Weil sich das alte Paradigma des militärstrategischen Gegensatzes zwischen Russland und dem Westen längst überlebt hat, macht es Sinn, Russland weniger als Gefahr und mehr als Teil euro-atlantischer Sicherheit zu sehen." Längst sähen sich Russland wie auch der Westen mehr Risiken für ihre eigene Sicherheit gegenüber, als sie in Konfrontation zueinander stünden, so der Staatsminister im Auswärtigen Amt.
Hierbei gingen die beiden Staaten neue, richtige Wege. "Mit ihrer Einigung über die weitere substantielle Abrüstung ihrer strategischen Atomwaffen haben die USA und Russland unter Beweis gestellt, dass sich der politisch längst beendete Kalte Krieg auch in den militärischen Planungen überwinden lässt", erklärte Hoyer. Diesen Weg gelte es konsequent weiterzugehen - sowohl durch eine Reduzierung der Bedeutung substrategischer und konventioneller Waffensysteme als auch den verstärkten politischen und sicherheitspolitischen Dialog.
"Der NATO-Generalsekretär hat deutlich gemacht, dass er ein neues Kapitel in den Beziehungen der Allianz zu Russland aufschlagen möchte, dass es gilt, den Kalten Krieg auch militärstrategisch endgültig zu beenden", so Hoyer. "Hierbei verdient er breite Unterstützung."