FDP: Dr. Werner Hoyer MdB - Staatsminister im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordneter aus Köln - meine Kölner Pressemitteilungen


18.09.2008

HOYER / HEINEN: Toleranz stärken – Rassisten die Stirn bieten

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Zu dem am 20. September 2008 beginnenden Rassistenkongress in Köln erklären die Kölner Bundestagsabgeordneten Dr. Werner Hoyer (FDP) und Ursula Heinen (CDU):

Der am kommenden Wochenende in Köln stattfindende so genannte "Anti-Islamisierungskongress" wirft seinen braunen Schatten voraus, und das nicht erst seit gestern. Der unsägliche Rechtspopulismus von "pro Köln" vergiftet nun schon seit Jahren die politische Kultur unserer Domstadt. Wir alle, für die aus unserem Selbstverständnis heraus Toleranz gegenüber anderen Religionen und Kulturen zu den Grundfesten unserer politischen Kultur gehört, sind aufgerufen, diesen Volksverhetzern mit ihren Stammtischparolen Paroli zu bieten.

Mit platten Phrasen und dumpfen Sprüchen kann keine aufrechte Politik gemacht werden, auch wenn die Verantwortlichen von "pro Köln" gerne diesen Anschein erwecken würden. Getarnt mit bürgerlichem Anstrich versuchen sie, ausländerfeindliches und rassistisches Gedankengut in die Kölner Gesellschaft hineinzutragen.

Der so genannte "Anti-Islamisierungskongress" setzt die infamen Unterstellungen von "pro Köln", die sich letztlich gegen die zentralen Werte des Grundgesetzes richten, fort. Die propagierte Ungleichbehandlung von Minderheiten, das Schüren von Ängsten vor fremden Kulturen und die gewissenlose Verunglimpfung des Islams als gefährliche Religion ist ein Schlag ins Gesicht für sämtliche Demokraten und alle freiheitsliebenden Einwohner Kölns.

Als Abgeordnete des Deutschen Bundestages bewegen wir uns häufig in fremden Kulturkreisen und werden dort mit der immer wieder erstaunlichen Vielgestaltigkeit menschlicher Lebensarten konfrontiert. Intoleranz, Nationalismus und Rassismus haben noch keiner Gesellschaft gut getan – Vielfalt und rücksichtsvolles Miteinander schon. Wir müssen gemeinsam dafür Sorge tragen, dass Kölns Selbstverständnis als fröhliche, weltoffene und multikulturelle Weltstadt keinen Schaden von einem "Kongress der Intoleranten und Rücksichtslosen" davon trägt.


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