Hohe Politik hoch über den Dächern Kölns

Werner Hoyer während seines Vortrags 15. April 2010 - Die guten Beziehungen Deutschlands mit den Vereinigten Staaten sind und bleiben eine der wichtigsten Grund- konstanten deutscher Außenpolitik. Dies müsse als Fundament genutzt werden, um sich gemeinsam in der Wertegemeinschaft aufgeklärter, rechtsstaatlicher Demokratien in der Globalisierung zu behaupten. Dies erklärte Dr. Werner Hoyer MdB, Staatsminister im Auswärtigen Amt, am Mittwoch vor rund hundertfünfzig geladenen Gästen im Kölner Rheinauhafen.
"Auch wenn einige Schwellenländer rapide aufholen, so findet der größte ökonomische wie persönliche Austausch nach wie vor über den Atlantik statt", erklärte der Kölner Liberale. Daher sei es für die Selbstbehauptung des Westens in der Globalisierung von größter Wichtigkeit, diese traditionell enge Verbindung auch vollends auszuschöpfen. "Auch das transatlantische Verhältnis hat noch Spiel nach oben", so Hoyer. "Es reicht dabei nicht, in einer Erwartungshaltung zu erstarren." Obama habe es mit einer komplexen innenpolitischen Konstellation zu tun, die die Europäer nur allzu oft vergäßen. Mit seiner geradezu historischen Gesundheitsreform, die den Kongress mit hauchdünner Mehrheit passiert hat, verfüge er nun wieder über politischen Handlungsspielraum, den er für die bevorstehende Ratifizierung des Start-Vertrages auch dringend brauche.

Hoyer im Gespräch mit Jan Brügelmann (KStA) Werner Hoyer hatte zugesagt, auf Einladung der Journalistin Maren Friedlaender in von der Kanzlei CMS Hasche Sigle bereit gestellten Räumlichkeiten im neu gebauten "Kranhaus 1" hoch über dem Kölner Rheinauhafen einen Ausblick auf die weltpolitische Lage zu geben. Viele Mitglieder des Kölner Presseclubs, darunter auch dessen Vorsitzende Dr. Hildegard Stausberg, waren der Einladung gefolgt. Dr. Jan Brügelmann, Amerikaexperte des Kölner Stadt-Anzeigers und Mitglied im Vorstand des Kölner Presseclubs, hatte die Moderation des Abends übernommen.




