Dr. Werner Hoyer - Präsident der Europäischen Investitionsbank ... alle Infos zum Download

Hoyer als außenpolitischer Experte

FDP-Kompetenzteam
Was sind die drei Top-Gründe aus Ihrer Sicht, warum am 27. September die FDP gewählt werden muss?

"Deutschland ist mit liberaler Außenpolitik immer gut gefahren. Heute verbindet die FDP in ihrer Programmatik ein Bekenntnis zum Westen mit einem modernen Weltbild, das den veränderten Machtverhältnissen unserer Zeit Rechnung trägt. In der Globalisierung sehen wir nicht zuerst die Risiken, sondern betrachten sie als Chance für die globale Entwicklung. Das unterscheidet uns von allen anderen Parteien, die entweder globalisierungskritisch sind oder denen eine Weltanschauung zugrunde liegt, die noch aus Zeiten des Kalten Krieges stammt. Deshalb ist es an der Zeit, dass wir Liberale die Außenpolitik unseres Landes wieder entscheidend mitbestimmen."

Was muss bei der Bundestagswahl unbedingt verhindert werden?

"In der Außenpolitik gilt zuallererst die Regel, dass Berechenbarkeit Vertrauen schafft, Vertrauen Sicherheit gibt und Sicherheit politische Spielräume für Kompromisse und Reformen eröffnet. Nach einer Phase des Misstrauens und weltweiter Aufrüstung ist es Zeit für eine Trendwende, bei der wir den neuen US- Präsidenten nicht alleine lassen dürfen. Deshalb steht liberale Außenpolitik schwerpunktmäßig für eine Stärkung des Rechts in den internationalen Beziehungen und für eine konsequente Abrüstungspolitik. Dieses erfolgreiche Muster der Entspannungspolitik hat auch heute nichts an Aktualität verloren."

Welche wertvollste Neuerung wird Deutschland haben, wenn die FDP in Regierungsverantwortung ist?


"Die Bundesregierung hat bei aller Kontinuität in der Außenpolitik vieles versäumt - ein stärkeres Engagement in Regionen wie Südamerika oder im asiatischen Raum, wo Deutschland hohes Ansehen genießt, eine konsequente Abrüstungspolitik, Ideen für die Zukunft der NATO, der G8/G20 oder auch der VN und nicht zuletzt den Ausbau der Freundschaft unseres Landes gerade zu unseren östlichen Nachbarn in Europa. Das wird sich mit der FDP wieder ändern. In den vier Jahren große Koalition war die deutsche Außenpolitik zu sehr vom Tauziehen der Koalitionspartner geprägt. Angesichts der unterschiedlichen außenpolitischen Konzeptionen von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier ist es dieser Regierung nicht gelungen, eine auswärtige Politik aus einem Guss zu machen. Nur in einer Angelegenheit war sich die Koalition einig, ihrem unterkühlten Verhältnis zu den USA. Eine Fortsetzung dieses Trauerspiels muss unbedingt verhindert werden."


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