Verleihung des Friedensnobelpreises an Präsident Obama ''freudige Überraschung''
Friedensnobelpreis 2009

Obama im Weißen Haus 09. Oktober 2009 - Völlig überraschend hat das norwegische Nobelpreiskomitee bekannt gegeben, dass der diesjährige Friedensnobelreis an US-Präsident Barack Obama verliehen wird. Der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Werner Hoyer, bezeichnete dies als "eine freudige Überraschung". In gerade neun Monaten Amtszeit habe Obama es geschafft, das globale politische Klima zu verändern. Seine Politik der ausgestreckten Hand und des weltweiten Dialoges, so Hoyer, sei eine Rückkehr zu bereits verloren geglaubten Idealen amerikanischer Politik. Dass dieser Wandel nun durch einen Friedensnobelpreis gewürdigt werde, bezeichnete Hoyer als "konsequent".
Der Kritik, Obama habe noch zu wenig erreicht, um den Nobelpreis zu bekommen, entgegnete Hoyer: "In der Welt der Diplomatie, in der Symbole und Gesten manch- mal schon die halbe Miete sind, bedeutet dies sehr viel. Denn die Aufbruchstimmung, die durch Obamas Amtsantritt hervorgerufen wurde, hat in Bereichen wie dem Klimaschutz oder der globalen Abrüstungspolitik eine Offenheit befördert, die zur Amtszeit George W. Bushs noch undenkbar gewesen wäre."
Aus diesem Grund mahnt Hoyer zur Geduld: "Es werden noch einige Jahre ins Land gehen, bis sich diese Politik Obamas in konkret messbaren Ergebnissen niederschlagen wird." Außerdem fordert er eine stärkere Unterstützung Obamas. Denn wie groß der Erfolg dieser Politik letztendlich sein werde, hänge auch davon ab, inwieweit Deutschland und Europa ihn dabei unterstützen werde.





