Zahlreiche Gäste beim Kulturfrühstück im Tanzbrunnen


Der Tanzbrunnen in Köln-Deutz 10. Mai 2009 - Die Liberalen hatten eingeladen, und viele Kölnerinnen und Kölner folgten dieser Einladung bereitwillig. Rund achthundert Gäste durfte Werner Hoyer, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion aus Müngersdorf, am Sonntag im rechtsrheinischen Tanzbrunnen begrüßen. Nach der einführenden Begrüßung des Kölner Politikers übernahm Guido Westerwelle das Wort, um die Bedeutung der regelmäßig in ganz Deutschland stattfindenden FDP-Kulturfrühstücke hervorzuheben. "Sie werden sich wundern, aber heute geht's wirklich um Kunst und Kultur", erklärte der FDP-Fraktionschef zu Beginn und machte gleich deutlich, dass die Veranstaltung kein "Wahlkampf-Matinee" werden würde.


Werner Hoyer auf dem Podium Rund anderthalb Stunden lang diskutierte der liberale Kulturpolitiker Hans-Joachim Otto mit illustren Gästen aus Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft über aktuelle kulturpolitische Themen. Dieter Gorny, Vorstandschef des Bundesverbandes der Musikindustrie, warnte vor naivem Umgang mit dem Massenmedium Internet: "Wenn wir das geistige Eigentum dort nicht sichern, verlieren wir nicht nur schöpferische Kraft, sondern auch Arbeitsplätze in der Kreativwirtschaft." Dem pflichtete Henrik Hanstein, Inhaber des Kölner Kunsthauses Lempertz, bei. Wenn Google Bücher einscanne und die Autoren nur minimal entschädige, sei das "ein Angriff des amerikanischen Rechts-Imperialismus" auf weite Teile des Globus. Guido Westerwelle prangerte das sinkende Unrechtsbewusstsein gegenüber dem Wert geistigen Eigentums an. Ladendiebstahl dürfe keinesfalls schwerer wiegen als der Klau oder die Manipulation von Musik, Bildern und Texten im Internet.




